Wird das OP Mikroskop nur für Wurzelbehandlungen gebraucht?

Das Dentalmikroskop wird mehrheitlich schon in der Endodontie gebraucht doch auch in der Konservierenden Zahnmedizin findet es immer wieder mehr Einsatz. In der Diagnostik lassen sich in schwierigen Fällen Randverfärbungen an Kompositrestaurationen von Sekundärkaries unterscheiden. Mit dem Dentalmikroskop lassen sich somit Läsionen rechtzeitig erkennen. In der Traumatologie können Mikroamputationen der Pulpa nach komplizierten Kronenfrakturen präzise therapiert werden. Auch kann man die Mikromorphologie von Zahnoberflächen nach Frontzahntrauma mit sehr guter Sicht mittels Dentalmikroskop ästhetisch imitieren.

Desweiteren kann für die Kavitätenpräparation mittels Laser eine präzise optische Kontrolle nur unter dem OP Mikroskop erfolgen. Ausserdem beendet der Einsatz bei minimalinvasiven Kunststofffüllungen oder Fissurenversieglungen die endlose Diskussion der Sinnhaftigkeit einer solchen Versiegelung, wenn der Boden der Fissur zuvor optisch beurteilt werden kann. Der Begriff minimalinvas oder noch besser maximalprotektiv bedeutet möglichst geringe Substanzaufopferung. Zusätzlich lässt sich die Passung von Versorgungen unter vollständiger Sicht begutachten.

Wir sind in der BERLIN-KLINIK Zahnklinik Gutachter für die Senatsverwaltung und das Landgericht Berlin. Für das Gutachterwesen werden Kronenränder und undichte Füllungsränder und die Passkontrolle von Zahnersatz beurteilt, kontrolliert und mit digitalen Bildern dokumentiert. So lassen sich subjektive Empfindungen vermeiden und es liegen klare objektive Befunde vor. Das Dentalmikroskop wird auch für mikrochirurgische Eingriffe in der Parodontologie eingesetzt. Hier kann mit feinen Nähten atraumatisch gearbeitet werden, was dem Patienten eine bessere Heilung der Wunde bietet.