Sollten Wurzelbehandlungen immer mit einem OP Mikroskop gemacht werden?

Die Zähne haben wachstums- und entwicklungsbedingt alle eine sehr unterschiedliche und oft voneinander abweichende Anatomie: Oberkieferfrontzähne haben weite Kanäle und sind einwurzlig. Unterkieferfrontzähne sind zwar auch einwurzlig, aber haben noch oft 2 feine Kanäle. Die mittleren Backenzähne, Vorbackenzähne, Prämolaren sind meist einwurzlig, haben aber manchmal nicht nur einen, sondern auch 2 Kanäle. Die grossen hinteren Backenzähne, Molaren haben 2 oder 3 Wurzeln und können sogar 5 Kanäle haben. Wegen der unterschiedlichen Anatomie sind einige Wurzelbehandlungen sehr komplex und andere wiederum sehr einfach. Hinzu kommt noch, dass aufgrund von verschiedenen Vorbehandlungen, wie z.B. Kronen oder Brücken, der Zugang zu den Kanaleingängen deutlich erschwert sein kann. Auch erschweren Dentikel, Ablagerungen und Verengungen im Zahninneren die Wurzelbehandlung deutlich.

Behandlungsqualität und Erfolgsprognose wird durch Einsatz eines OP Mikroskop deutlich erhöht:
• Die Kanaleingänge werden sicher aufgeweitet, womit sich dann die Kanäle mit rotierenden Instrumenten bruchsicher aufbereiten lassen.
• Unter Sicht lassen sich alle Kanaleingänge finden, so dass kein Entzündungsgewebe übersehen bleibt, welches postendodontische Beschwerden verursachen könnte.
• Die Wurzelfüllung kann absolut dicht und kanalanatom durchgeführt werden.
Was aber unbestreitbar ist, ist die Tatsache dass vor der Einführung der Vergrösserungshilfen manche kompromittierte Zähne nicht zu erhalten waren. Dank der bis zu 30-fachen Vergrösserung in Verbindung mit einer starken koaxialen Beleuchtung ist heute der Zahnerhalt in vielen Fällen erst möglich geworden. In der BERLIN-KLINIK Zahnklinik empfehlen wir Ihnen nur Wurzelbehandlungen mit dem OP Mikroskop. Rechnerisch durchaus vertretbar wenn man bedenkt was der vollständige Ersatz eines Zahnes kosten kann.