Sind wurzelbehandelte Zähne „schlechter“ als vitale Zähne?

Der Mythos, wurzelbehandelte Zähne seien „schlechter“ als vitale Zähne kommt daher, weil der Zahnarzt ohne Vergrösserungshilfen in den mehrwurzligen Backenzähnen i.d.R. immer nur 3 Wurzelkanäle fand und diese teilweise nur unvollständig reinigen und füllen konnte obwohl diese Zähne zu über 98% 4 Kanäle haben. Wegen eines nicht aufgefundenen Kanals entsteht meistens um die Wurzelspitze eine Entzündung, weil im nicht bearbeiteten Kanal der zerfallene Nerv bakteriell besiedelt ist. Vor allem enge und verknöchterte Wurzelkanäle, welche am Boden der Nervhöhle im Zahn liegen, können ohne Vergrösserungshilfe und mit schlechter Ausleuchtung der OP Lampe nicht oder nur vage erkannt werden.

Natürlich ist ein lebendiger, vitaler zahn wünschenswert und besser als ein toter Zahn. Ein toter Zahn kann aber noch viele Jahre seine Funktionen erfüllen, wenn er eine gute und dauerhafte vollständige Wurzelfüllung bekommt. Das ist leider aus unterschiedlichsten Ursachen nicht immer möglich aber es stehen moderne Therapieverfahren zur Verfügung die die Chance auf eine gute und formfüllende Auskleidung der Nervhohlräume im Zahn technisch unterstützen.

Der zahnärztliche Behandler ist bei Wurzelbehandlungen auf optische Vergrösserungshilfen angewiesen. Lupenbrillen bieten eine Vergrösserung bis zu 5-fach, was in einigen Fällen schon hilft, aber nicht die Vorzüge eines Dentalmikroskops bietet, welche durch eine bis zu 30-fache Vergrösserung,, die perfekte Optik ein sehr hell ausgeleuchtetes Behandlungsfeld bietet. In der BERLIN-KLINIK Zahnklinik sind wir mit dem deutschen iScope Dentalmikroskop und OP-Mikroskop ausgerüstet. Mit diesem Mikroskop können wir perfekte Ergebnisse erzielen, weil wir alles ganz genau sehen. Das iScope wird im unteren Vergrößerungsbereich ab 3-fach als OP-Mikroskop, im mittleren als Diagnostik und Dokumentationshilfe und im oberen Vergrößerungsbereich ab 15-fach als Endodontie Mikroskop eingesetzt.